Schlauer durch mehr Sport – Fit im Brain!

Dass Sport gesund ist, wissen mittlerweile auch die professionellen Couch Potatoes unter uns. Aber schlauer werden durch mehr Sport? Ja das geht!

Pünktlich zum neuen Jahr und Euren Neu-Jahresvorsätzen wollen wir Euch mit Hintergrundwissen versorgen und aufzeigen, dass Sport nicht nur die Pfunde schmelzen lässt sondern auch schlau und glücklich macht! Vielleicht bringt das Euren Neujahresvorsätzen ein wenig mehr Schwung und Motivation entgegen! 

 

Gehirn und Bewegung

Ok erstmal auf Anfang. Wozu haben wir eigentlich ein Gehirn? Zum Denken? Nichr nur! Denn um vielseitige, komplexe Bewegungen auszuführen braucht es eine zentrale Steuereinheit. Unser Gehirn ist auf Bewegung aufgebaut und mit Bewegungen des Körpers unmittelbar verbunden. Bewegung baut Hirn auf, weil Bewegung ohne Gehirn nicht möglich wäre. (Dr. Wolpert)

Je mehr sich eine Tierart bewegt desto größer ist das Gehirn. Der Mensch hat das größte Gehirn und ist Weltmeister der Bewegung.

Einfache Bewegungen wie ein Fingerschnippen oder Ergreifen eines Schreibstiftes sind so komplex und benötigen soviel Koordination das sie die Rechenleistung eines Computers weit übersteigen (noch) – dazu braucht man eben ein Gehirn.

Generell ist unser Hirn plastisch, also formbar und veränderbar (Neuroplastizität). Es ist kein starres, in Kästchen eingeteiltes Organ. Es ist auch nicht so, dass bestimmte Zellen oder Zellhaufen in bestimmten Regionen oder über definierte Nervenverbindungen für bestimmte Funktionen und Aufgaben zuständig sind und andere für andere. 

Ist beispielsweise eine Reihe von Zellen durch einen Schlaganfall geschädigt können einige Aufgaben nicht mehr durchgeführt werden. Aber das Gehirn ist in der Lage sich zu regenerieren und neu zu vernetzen oder Teile umzusetzen. Es kann sich anpassen und wachsen. 

Die sog. Neurogenese bildet auf Anforderung neue Zellen und Nervenbahnen, so wie Muskeln bei starker Beanspruchung wachsen. Die Entwicklung großer Gehirne und Bewältigung komplexer Bewegungsabläufe geht Hand in Hand. Das Hirn ist eine Art Muskel. Die Signale für Hirnwachstum haben die gleichen Prinzipien wie die Signale für Muskelwachstum. Über lange Zeit entwickelte die Evolution eine Biochemie die Muskeln, Bewegung und Gehirn zu größeren Leistungen befähigt.

 

Sport und Gehirn – Wie hängt das zusammen?

Eine tragende Rolle spielt hierbei die „Hormesis“. Hermetische Effekte sind biochemische Reaktionen auf Stressfaktoren die auf den Organismus wirken. Z. B. dringen Giftstoffe ein und unmittelbar wird das Immunsystem aktiviert sodass Körper besser mit Fremdstoffen umgehen kann. 

Die Hormesis ist im Sport die Basis für Muskelwachstum. Anders als bei der Homöostase kehrt der Körper bei der Hormesis nicht zum Gleichgewichtszustand zurück, sondern pendelt sich auf höherem Niveau wieder ein. 

Was passiert beim Krafttraining? Man setzt Muskeln unter Stress und entzündet sie. Stress und Entzündung ist in diesem Fall gut, da der Körper sich durch beide Vorgänge regeneriert. 

Bei der Reparatur macht der Körper alles besser und stärker, statt sich an vorherigen Zustand anzupassen. Er bietet eine passende Infrastruktur für die kommenden Herausforderungen.

No Train – No Brain

Ohne Herausforderung wird die Infrastruktur abgebaut – „wer rastet der rostet“.

So, kommen wir zum Punkt: Jede Art von Bewegung stellt auch eine Herausforderung für das Gehirn dar. 

Das Gehirn veranlasst bei Beanspruchung die Ausschüttung von BDNF (Brain derived neurotrophic factor) BDNF ist DER DÜNGER für’s Gehirn und regt Zellwachstum an, damit die von der Bewegung verursachte geistige Herausforderung gemeistert werden kann. 

BDNF strömt aber durch das gesamte Gehirn, nicht nur durch Bereiche die gerade mit Bewegung befasst sind, somit wachsen alle Bereiche im Gehirn. 

 

Zusammengefasst, alles was ihr wissen müsst:

1. Wir brauchen unser Gehirn um Bewegungen zu meistern, je stärker und je komplexer die Bewegungen sind desto stärker wird das Gehirn beansprucht.

2. Belastung durch Bewegung aktiviert Hormesis – Hormesis macht den Körper nach einer Belastung stärker und bereitet ihn auf die kommenden Herausforderungen vor

3. Effekt der Hormesis/der Beanspruchung durch Bewegung: Muskelwachstum und BDNF Ausschüttung 

4. BDNF regt das ganze Gehirn zum Wachstum an. Dadurch bekommen alle Hirnzellen einen Reiz um zu wachsen.

Natürlich passieren beim Sport noch viele weitere biochemische Reaktionen, wie die Ausschüttung von Neurotransmittern, Serotonin, Dopamine und Noradrenalin – Und das alles Gleichzeitig. Alles hängt mit allem zusammen. Letztlich sind aber Zellen, Zellen. Ob im Gehirn oder in der Leber, es sind alles hochspezialisierte Netzwerke. Und das Gehirn hat eben einen sehr hohen Energieverschleiß, dessen Zustand vom Zustand des gesamten Körpers abhängt.

 

Was solltet ihr am besten trainieren?

Unsere anatomische Struktur macht uns zu Läufern. Schnell, weit, ausdauernd – Wir sind Läufer.

26 Adaptionen in unserem Skelett sind für das Laufen gemacht, nicht für das Gehen. Und unsere Ausdauerfähigkeit lies uns Antilopen zu Tode hetzen, sowie Nachrichten von Athen nach Marathon bringen.

„(Barfuß)Laufen ist eine zentrale menschliche Grunderfahrung“ Christopher Mc Dougall)

 

Die Evolution hat den Menschen zu einem Laufwesen entwickelt – damals sind wir im Schnitt 10KM pro Tag gelaufen.

Wer die Möglichkeit hat, sollte Trailrunning betreiben und über den Vorder- und Mittelfuß laufen. So werden alle Körperteile bis zur Bauchmuskulatur beansprucht und aktiviert. Wir sorgen für eine optimale Muskel- und Neuronenaktivität sowie Dopaminauschüttung

Der schnellste und sicherste Weg zu nachhaltiger Gesundheit und Wohlbefinden für Körper und Geist ist regelmäßige Bewegung in Form von aerobe-anareoben Training im oberen Pulsbereich.

Wir können uns aber an alles anpassen und am Besten macht man das was einem Spaß macht und worauf man sich freut. Etwas was nicht an „PFLICHT“ erinnert. Der Abwechslungsreichtum bringt mehr positive Erlebnisse als monotone Trainingseinheiten oder strikte Diäten. Trainiert wonach ihr Euch fühlt. Ob Krafttraining, Laufband, Schwimmen, Fahrradfahren, Kampfsport, Tanzen, Yoga, Freeletics, Crossfit  oder functional Training.

 

Medizinische Wirkungen von Sport 

Bewegungsarmut ist bei mind. 20 der weit verbreiteten chronischen Krankheiten mit im Spiel (Herzinfakt, Bluthochdruck, Typ2 Diabetes, Gallensteine, Burst-, Dickdarm- und Prostatakrebs, etc.). Durch Passivität wird dem Gehirn der Zustrom neurochemischer Substanzen vorenthalten die von der Evolution bereitgestellt wurden damit es wachsen und gesund bleiben kann.

„Eine überwiegend sitzende Lebensweise verursacht kognitive Beeinträchtigungen- Bequemlichkeit verdummt „Frank W. Booth“

1603 Studien des Nat. Instituts of Health (USA) haben aufgezeigt wie sehr Sport und Training gegen Alzheimer wirken. Primär durch die Effekte der Neuroplastizität und Neurogenese, v.a. durch die BDNF Ausschüttung. Dies beweist die Zunahme der Gehirnmasse durch Sport, v.a. das Hippocampus Volumen steigt (für Gedächtnisleistung) und der Verlust grauer Zellen wird eingedämmt.

Bei Kindern und Jugendlichen haben Forschungen erstaunliche Optimierungen der schulischen Leistungen, des IQ und der kognitiven Fähigkeiten gezeigt wenn regelmäßig Sport betrieben wurde. Es wurde mit Kontrollgruppen vergleichen die keinen und weniger Sport auf dem Stundenplan hatten.

 

Das heißt im Klartext: Der IQ ist nicht genetisch bedingt! 

„Sport ist eine offiziell anerkannte Methode um Depressionen zu behandeln“ (APA)

Warum verfallen Ausdauerathleten wohl oft in Depression, sobald sie aufhören zu trainieren? Im Reverse Engineering wurde die Wirkung von Sport auf Depressive Menschenuntersucht. Eine Kontrollgruppe mit sportreibenden Depressiven hatte den selben Zustand wie eine Kontrollgruppe mit Zoloft (Anti Depressivum) nach 4 Monaten. Nach 10 Monaten ging es der Sportreibenden Kontrollgruppe besser.

Nun genug vom sitzen und lesen! Worauf wartest du noch? Ein paar Kniebeugen, Liegestütze, Jumping Jacks und Burpees kann man auch mal schnell im Büro machen.

In diesem Sinne – Happy Training! 

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